Eine typisch schweizerische Tradition finden wir im «Hornussen». Dieses Spiel durften wir am Samstag, 7. September in Krauchthal einmal ausprobieren. Hierbei einen herzlichen Dank an die Familie Gfeller und dem Hornusserverein Hub. Anmelden durften sich alle Jugendlichen des Pastoralraumes Emmental. Nach etlichen Anfragen von auch etwas älteren Generationen, waren wir eine Gruppe von fast zwanzig Personen zwischen 12 und 60 Jahren, um der «Nouss» (Hornuss) mit den Stecken (Rute) «schuss» zu geben. Wer es noch nie probiert hat, dem soll gesagt sein, dass es einfacher aussieht als es ist. So war es jedes Mal, wenn wir mit dem «Träf» (am Stecken vorne das Hartholzstück) die Nouss ins Ries (Feld) beförderten, ein Erfolgserlebnis. Doch, wieso erzähle ich Ihnen das in einem Artikel im Pfarrblatt?
Wie das Steinstossen und Schwingen wird das Hornussen zu unseren (schweizerischen) Nationalsportarten gezählt. Woher es kam und wann es von wem erfunden wurde, weiss man nicht genau. Aber, im frühen 17.Jahrhundert wird es erstmals in Kirchenschriften als das «sonntägliche Spiel» erwähnt. So liess sich rekonstruieren, dass Jungbauern nach dem Sonntagsgottesdienst diesem Spiel bereits frönten (vor allem im Herbst auf abgeernteten Äckern im Emmental). Angeblich wurde dabei ausgetragen, welche Gesellschaft Speis und Trank auszurichten hatte (Zvieri nach dr Chile). Ab dem 19. Jahrhundert gibt es mehrere Dokumentationen. Ab 1902 wurde dann der eidgenössische Hornusserverband gegründet.
Ausser in der Schweiz wird vereinzelt in Deutschland und in Südafrika «ghornusset». In Südafrika heisst die von ausgewanderten Schweizern gespielte Sportart «Swiss Golf».
Wo auch immer, es war ein toller Tag im Ries.

Markus Schild

 

Hornussen

 

 

Wir sind glücklich, die vakant gewordene Stelle des Gemeindeleiters der Pfarrei Maria Himmelfahrt in Burgdorf wieder besetzen zu können. Herr Manuel Simon wird ab 1. September 2020 zu 80 % als Gemeindeleiter in Burgdorf wirken und zu 20 % als Leiter des Pastoralraums Emmental. Nach der Ausbildung zum Lehrer studierte Herr Simon an der Universität Luzern Theologie. Er war Pastoralassistent in der Pfarrei Bruder Klaus Spiez und ist zurzeit Leiter der Pfarrei Auferstehung Konolfingen. Somit sind ihm die Verhältnisse im Emmental und auch die Situation in einer Diasporagemeinde bestens vertraut. Herr Simon ist verheiratet mit einer Emmentalerin aus Heimiswil, die auch in Burgdorf zur Schule ging. Gemeinsam haben sie drei schulpflichtige Kinder. Wir wünschen Herrn Simon bereits heute ein gutes Ankommen und ein erfülltes Wirken in Burgdorf und im Pastoralraum Emmental.
Der Kirchgemeinderat

Manuel Simon1