Drei Kirchen stehen im Pastoralraum Emmental. Jede hat ihre eigene Geschichte und ihren eigenen Stil. Das zeigt sich u.a. in den Glasfenstern.

In Burgdorf wurde die Kirche Maria Himmelfahrt 1902 eingeweiht. Damals hatte man wenig Geld für eine künstlerische Ausgestaltung des Raumes. Die Fenster sind fast «leer». Ornamente von Blumen und Blättern zieren die Ränder.

In Langnau gab es zwei Etappen des Kirchenbaus. 1932 fand die Einsegnung statt, die Kirchweihe wurde im August 1945 gefeiert. 1944 gestaltete Leo Steck eine Glasfenster-Serie. 7 grosse Fenster weisen mit intensiver Farbgestaltung auf die 7 Sakramente hin, 2 dreiteilige Fenster nehmen biblische Motive auf.

In Utzenstorf schmücken 9 farbenfrohe Bleiglasfenster den Kirchenraum St. Peter und Paul (1961 eingeweiht). Paul Derron entwarf sie. An der Ostseite sind Feuer, Wasser, Erde und Luft dargestellt, auf der Westseite vier Szenen um Christus, auf der Empore die Taube für den Heiligen Geist.

Drei Kirchen, drei Bilderwelten.

Und beim Blättern im Kirchengesangbuch verlängern 6 Ausschnitte aus berühmten Glasfenstern von Marc Chagall die Gedankenreisen.

Markus Buenzli-Buob

PS: Dieser Text erschien im Berner Pfarrblatt 24/2016 in der Rubrik Pastoralraum Emmental.