Noemi Zbären, Beat Feuz, Tom Lüthi, die Emmentaler Unihockey-Frauen – über sie wird ausführlich berichtet. Ihre Leistungen sehen wir am Bildschirm sogar in Zeitlupen. Wir haben das Gefühl, bei Liveübertragungen nah dran zu sein. Und wir freuen uns, wenn Erfolge von Sportlerinnen und Sportlern aus dem Emmental in den Medien beachtet werden.

Zeitlupen zeigen das Spektakel, den Mittelpunkt einer kurzen Phase.

Selten zu erkennen ist, was daneben geschieht. Am Bildrand. Oder ausserhalb des Bildes. Das Training. Der Beitrag des Teams. Der Beitrag von Familienangehörigen.

Hin und wieder gibt ein Hintergrundbericht Einsicht in das, was die Zeitlupe erst möglich macht. Der Hintergrund schaut an die Ränder. Er weist auf das hin, was zusammenspielen muss, um gute Resultate zu erreichen.

Auch in der Kirche sind Ränder von Kirchenbildern wichtig, wertvoll. Der Papst macht es vor. Er geht an die Ränder der Gesellschaft. Damit verschiebt er Mittelpunkte. Und wir sehen plötzlich Zeitlupen vom gewöhnlichen Alltag. Zeitlupen von Bildrändern, von Kirchenrändern, die eigentlich keine Ränder sind.

Markus Buenzli-Buob

PS: Dieser Text erschien im Berner Pfarrblatt 15/2016 in der Rubrik Pastoralraum Emmental