Drei katholische Kirchen stehen im Emmental: in Langnau, Utzenstorf und Burgdorf. Politische Gemeinden gibt es aber fast 50, in denen die rund 7800 Gesichter unserer drei Pfarreien wohnen. 

In der Diaspora-Situation müssen manchmal lange Wege gegangen werden, wenn jemand einen Dienst der Seelsorge braucht. Darum fragt mich hie und da eine Familie an, ob ich die Taufe ihres Kindes, die kirchliche Hochzeit eines jungen Paares oder die Beerdigung eines Angehörigen dort gestalten könne, wo die Familie wohnt. 

Dass religiöse Rituale vor Ort gefeiert werden, finde ich gut. Und es ist ein schönes Zeichen der Ökumene, wenn ich als katholischer Gemeindeleiter eine reformierte Kirche benutzen darf. Hochzeiten, Taufen, Beerdigungen und ökumenische Gottesdienste habe ich bereits in einigen Kraftorten des Emmentals miterlebt. 

In stimmungsvoller Erinnerung bleiben mir bisher die Kirchen in Heimiswil, in Kirchberg, in Krauchthal, in Hindelbank, in Wynigen, in Hasle, in Rüegsau, in Rüegsbach, in Würzbrunnen, in Trub. Und die Stadtkirche in Burgdorf, deren Geläute mich in unmittelbarer Nachbarschaft täglich erfreut.

Markus Buenzli-Buob 

PS: Dieser Text erschien im Berner Pfarrblatt 21/2012 in der Rubrik Pastoralraum Emmental