Drei Kerzen brennen auf dem Adventskranz. Aus dem Radio klingt schöne Musik. Vor dem Fenster schneit es. Die Schneeschuhe aus dem Keller holen und sich warm anziehen. Mit der S4 nach Lützelflüh-Goldbach fahren.

Zu Fuss durch den Schnee aufsteigen Richtung Aspiegg. Zwischen Biglen und Obergoldbach liegt sie, 918 m hoch. Sie ist der Ort, wo vier alte Amtsbezirke des Emmentals – Burgdorf, Konolfingen, Signau und Trachselwald – einen gemeinsamen Berührungspunkt hatten. Eine Anhöhe mit Aussicht: über das Högerland, die Hochalpen im Hintergrund.

Unter der „jungen“ Linde ausruhen und durchatmen. (Die alte Linde wurde 1985 gefällt, von Stürmen und Blitzschlägen geschwächt.) Eine Linde an einem markanten Standpunkt ist seit alten Zeiten ein wichtiger Schutz- und Versammlungsbaum.

Mit Schneeschuhen auf die Aspiegg steigen. Die Emmentaler Schneelandschaft geniessen vor dem Eindunkeln. Ein Dorf tief unten. Ein Kirchturm. Ein Hof. Und noch ein Hof. Und Menschen. Schöne Aussichten. Advent im Emmental. Lichter leuchten in der Landschaft. Und in Wohnungen.

Markus Buenzli-Buob

PS: Dieser Text erschien im Berner Pfarrblatt 51/2012 in der Rubrik Pastoralraum Emmental.