Es ist keine Geschichte um schwarz und weiss. Obwohl schwarz und weiss zu sehen ist. Am kommenden Montag feiert Burgdorf seine 284. Solätte.

Für mich ist die Solennität ein Weisser Montag im Sommer. Die Mädchen werden in weissen Kleidern unterwegs sein durch die Stadt, die Buben in weissen Hemden und schwarzen Hosen. Auch ich trage bei meiner Kurzansprache in der Kirchenfeier einen schwarzen Anzug zu weissem Hemd.

Zum ersten Mal ziehen die Kinder der 1. Klassen in die Stadtkirche ein. Sie bekommen den Solätte-Taler mit dem Jahrgang 2015 und der Aufschrift „Die Stadt Burgdorf ihrer lieben Jugend“ geschenkt. Mit diesem alten Ritual beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Das gilt auch für die Jugendlichen der 9. Klassen. Ihre offizielle Schulzeit ist bald vorbei. Darum können auch sie in der Feier zu den Versammelten reden.

Schwarz und weiss sind zwei der Farben von Burgdorf. Aber zu Burdlef gehört die goldene Einfassung.

Für mich sind Kinder und Jugendliche das Gold der Stadt, das Gold der Region. Ihr Aufgestellt-sein, ihre Talente, ihr Potenzial, ihr Lachen bringt die Welt zum Leuchten. Schwarz. Weiss. Und Gold.

Markus Buenzli-Buob

PS: Dieser Text erschien im Berner Pfarblatt 27-18/2015 in der Rubrik Pastoralraum Emmental