Die Pfarreien Utzenstorf, Langnau und Burgdorf sowie die Missione Cattolica Italiana bilden im Konzept des Bistums Basel seit dem 1. März 2015 den Pastoralraum Emmental.

Der 1. März war auch für die Missione Cattolica Italiana (MCI) ein Freudentag, sie startete zum 50-jährigen Jubiläum ihres Bestehens.

Talente regional nutzen

Seit dem 1. März 2015 gilt in den katholischen Pfarreien im Emmental eine verstärkte Form der Zusammenarbeit. Bischof Felix Gmür errichtete am Sonntag in einem feierlichen Gottesdienst in Burgdorf den Pastoralraum Emmental. Dazu gehören knapp 8‘000 Katholikinnen und Katholiken in den weiltläufigen Pfarreien Burgdorf, Utzenstorf und Langnau sowie in der Missione Cattolica Italiana. Im Bistum Basel werden bis 2016 insgesamt 111 Pastoralräume errichtet. Angestrebt wird eine modernere Unternehmenskultur. Auch im Emmental werden die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der katholischen Kirche in Zukunft ihre Tätigkeiten vermehrt koordinieren und gemeinsame Schwerpunkte setzen. Seelsorgerinnen und Seelsorger sind nicht nur für ihre Pfarrei zuständig, sondern mit ihren Talenten auch für Aufgaben in den Nachbargemeinden verfügbar. Einen wichtigen Aspekt wird die Ökumene bilden, gemeinsame Veranstaltungen und Projekte unter verschiedenen Kirchen im Emmental. Mehr Gewicht soll der interkulturelle Austausch erhalten. In den Pfarreien wohnen Menschen aus knapp 50 Nationen. Sie verkörpern unterschiedliche kirchlich-religiöse Traditionen und Bräuche. Diese Vielfalt soll in Zukunft stärker zum Ausdruck kommen. Im Festgottesdienst dankte Bischof Gmür den kirchlichen und den staatskirchlichen Gremien im Emmental für ihr Engagement zugunsten einer lebendigen Kirche. Den Seelsorgerinnen und Seelsorgern überreichte er eine neu formulierte Beauftragung für ihren Dienst.

Emmentaler Welten

Der Pastoralraum Emmental wird am Sonntag, 1. März 2015, durch Bischof Felix Gmür in Burgdorf feierlich eröffnet werden. Rund 7800 Gesichter werden ihm Charakter und Ausdruck verleihen.

Sie wohnen in der Gemeinde Fraubrunnen (mit den Ortschaften Büren zum Hof, Etzelkofen, Grafenried, Limpach, Mülchi, Schalunen, Zauggenried und Fraubrunnen), in Aefligen, Rüdtligen-Alchenflüh, Kirchberg, Ersigen, Oberösch, Niederösch, Alchenstorf, Koppigen, Willadingen, Höchstetten, Hellsau, Zielebach, Bätterkinden, Utzenstorf, Wiler und Kernenried (Pfarrei Utzenstorf).

Sie wohnen in Eggiwil, Langnau, Lauperswil, Signau, Schangnau, Trub, Trubschachen, Röthenbach und Rüderswil (Pfarrei Langnau).

Sie wohnen in Burgdorf, Oberburg, Lützelflüh (mit Ramsei, Grünenmatt, Ranflüh, Trachselwald (tw.), Rüegsauschachen (tw), Lauterbach, Oberried, Grünen), Hindelbank, Krauchthal (mit Hettiswil), Rüegsau, Lyssach, Bäriswil, Hasle (mit Schafhausen, Biembach, Goldbach, Schwanden), Wynigen (mit den 
Wynigenbergen), Heimiswil 
(mit Kaltacker), Rüti bei Lyssach, Rumendingen und Mötschwil.

 

Welten im Emmental

Menschen aus 85 Nationen sind in Burgdorf vertreten, fast die halbe Welt. Die katholische Bevölkerung im Emmental setzt sich aus Mitgliedern von rund 50 Nationen zusammen. 7‘800 Gesichter bringen unterschiedliche Kulturen und Geschichten in unsere Region. Sie leben unterschiedliche kirchliche oder religiöse Bräuche und Traditionen. Meist ist es ein Nebeneinander, selten ein Miteinander. Gerade für kirchlich-religiöse Ausdrucksformen ist die Muttersprache ein wichtiger Faktor. Im Emmental gibt es nur aber nur eine fremdsprachige Mission, jene für Italienerinnen und Italiener in den Pfarreien Utzenstorf und Burgdorf. Die Pfarrei Langnau kennt einen tamilischen Gottesdienst pro Monat. In Burgdorf beten Kroatinnen jeden Mittwoch Abend den Rosenkranz. Einige Personen fahren nach Bern oder Zürich für Gottesdienste und Geselligkeit in ihren Sprachen. Manchmal gebe ich in deutschsprachigen Gottesdiensten das Mikrofon für Fürbitten oder Gebete in Sprachen der Anwesenden herum. Drei bis sechs Kulturen blitzen auf: Polen, Frankreich, Holland, Ungarn, Sri Lanka, Eritrea. Zufällige Momentaufnahmen. Welten im Emmental.

Markus Buenzli-Buob